Unser Gustav beim Düsseldorfer Anwaltsverein!

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Demnächst könnte es sich für Rechtsanwälte, die einen Termin am Amts- und Landesgericht Düsseldorf haben, vielleicht lohnen, ihre Robe einmal nicht mit im Gepäck zu haben und spontan zu vergessen. Denn für alle robenlosen Advokaten gibt es jetzt unseren Gustav im Anwaltszimmer des Düsseldorfer Anwaltsvereins auszuleihen!

 

Wie warm es momentan doch ist. Auf meinem Weg zum Vorstandstreffen des Düsseldorfer Anwaltsvereins wäre ich fast geschmolzen. Die Anfahrt in mit Schülern vollgestopften öffentlichen Nahverkehrsmitteln schmälerte dieses Gefühl nicht unbedingt. Zum Glück war es an meinem Ziel, dem Industrie Club Düsseldorf in der Elberfelder Straße nahe der Heinrich-Heine-Allee, angenehm kühl.

Oben im dritten Stock im E.ON-Zimmer traf sich der Vorstand des Düsseldorfer Anwaltsvereins, um seine Agenda für das kommende Jahr zu besprechen. Ein Tagesordnungspunkt wurde jedoch schon vor der Sitzung abgehakt: Die Übergabe der neuen Leih-Robe der GARDE-ROBE an den Düsseldorfer Anwaltsverein.

Zu den Aufgaben des Düsseldorfer Anwaltsvereins gehören neben der Organisation von Schulungen und Seminaren zur Fortbildung von Rechtsanwälten auch die Vorbereitungen von Veranstaltungen, die das kollegiale Miteinander fördern sollen, so wie etwa dem regelmäßig stattfindenden Advokaten-Stammtisch. Socializing ist neben der Mandats-Akquise im Alltag eines Rechtsanwalts eben nicht zu unterschätzen!

Zudem bemüht sich der Düsseldorfer Anwaltsverein um eine kompetente Rechtsberatung für jedermann. Wem rechtliche Strapazen bevorstehen oder wer sich von fachlicher Seite aus zu seinem Recht verhelfen lassen will, der sollte sich zunächst – zumindest im Raum Düsseldorf – beim Düsseldorfer Anwaltsverein erkundigen oder einen Blick in dessen ausführliches Anwaltsverzeichnis werfen. Für den Fall der Fälle bietet der Anwaltsverein zudem einen Notdienst an, der rund um die Uhr zu erreichen ist.

Zu den weiteren Aufgaben des Düsseldorfer Anwaltsvereins gehört aber auch, denjenigen Kolleginnen und Kollegen, die zur Verhandlung zum Amts- und Landesgericht Düsseldorf ohne ihre Amtstracht anreisen, mit ein wenig Zwirn aushelfen. Die Geschäftsstelle des Düsseldorfer Anwaltsvereins befindet sich nämlich direkt im Amts- und Landesgericht Düsseldorf unweit des Anwaltszimmers und bietet dort allen etwas vergesslicheren Kollegen Ersatz, damit auch ja kein Versäumnisurteil wegen fehlender Amtstracht gegen ihre Mandanten ergehen kann.

Während unsere Greta schon seit längerer Zeit in der Geschäftsstelle des Düsseldorfer Anwaltsvereins darauf wartet, von einer vergesslichen Anwältin getragen zu werden, um mit ihr gemeinsam vor Gericht eine gute Figur abzulegen, mussten sich die Herren der Schöpfung bislang mit anderen Artgenossen aus Polyester zufrieden stellen.

Zwar ist Polyester einerseits pflegeleicht, andererseits aber eben Polyester wie schon die Barden einer deutschen Electro-Formation vor einigen Jahren festgestellt haben. Dafür gibt es jetzt auch für Herren eine modische, nicht aus Polyester bestehende (und damit nicht kratzende!) Alternative.

Mit seinem prachtvoll glänzenden blauen Futter wird Gustav demnächst sicherlich so einige Blicke in den Düsseldorfer Gerichten auf sich ziehen und das Gegenüber so sehr vor Neid erblassen lassen wie Gustavs Namensvetter wiederum seinen vom Pech geplagten Cousin.

Schon der Vorstandsvorsitzende des Anwaltsvereins Christian M. Segbers und seine Stellvertreterin Dörte Müller zeigten sich bei der Übergabe begeistert, als ich Gustav endlich aus seiner Reisetasche holen konnte. Wenn Gustav beim Vorstand des Düsseldorfer Anwaltsvereins schon Regungen wie „Wow! Was für ein schönes Futter!“ oder „So eine Robe will ich auch!“ auslöst, wird er im Anwaltszimmer demnächst vermutlich schnell vergriffen sein.

Also, liebe Advokaten: Lasst das Polyester zuhause und werft euch in eine neue GARDE-ROBE! Greta und  Gustav warten auf euch!

 

 

 

 

 

 

 

 

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Unser Gustav beim Düsseldorfer Anwaltsverein!

Der Deutsche Anwaltstag 2016 in Berlin

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Der Deutsche Anwaltstag 2016 ist vorbei und die GARDE-ROBE war mit dabei! Viel gab es zu hören und zu sehen auf dem  Treffen der Anwaltszunft in Berlin. Spannende und interessante Vorträge von unterschiedlichen Referenten bildeten den Kern der vom Deutschen Anwaltsverein organisierten Veranstaltung und auf der angeschlossenen Messe AdvoTec durften verschiedene Aussteller ihre neuesten Produkte präsentieren. So auch wir von der GARDE-ROBE.

 

Der Deutsche Anwaltstag, der im Berliner Hotel Estrel auf der historischen Sonnenallee stattgefunden hat, stand vor allem unter dem Stern des Strafrechts. Dementsprechend bildeten vor allem Vorträge aus dem strafrechtlichen Kontext den Schwerpunkt der Veranstaltung.

Große Themen waren dabei beispielsweise die Entkriminalisierung bzw. Legalisierung von Cannabis, zu welchem auch der Bundesrichter Thomas Fischer – den meisten wohl vor allem aufgrund seiner Zeit Online Kolumne Fischer im Recht bekannt – und der Bremer Professor Lorenz Böllinger – Initiator einer Petition zur Liberalisierung des BtMG, die von über 100 deutschen Strafrechtsprofessoren unterschrieben wurde, referierten.   Andere politisch brisante Themen im strafrechtlichen Kontext waren demgegenüber zum Beispiel Doping im Sport oder ein sehr interessanter Vortrag zum Prostituiertenschutzgesetz, der von der Arbeitsgesellschaft Anwältinnen des Deutschen Anwaltsvereins organisiert wurde.

Abgesehen von diesen etwas exotischeren Diskussionen gab es aber auch Vorträge zu den Klassikern des Strafrechts: So beschäftigten sich der Ausschuss Strafrecht mit der Reform der Tötungsdelikte – insbesondere des Mord-Paragraphen § 211 des Strafgesetzbuches (StGB) – oder der Reform der Strafprozessordnung (StPO).

Natürlich referierten auch viele zum Thema Digitalisierung im rechtlichen Umfeld, wie z.B. der Vortrag „Schutz des geistigen Eigentums mit Hilfe der Strafverfolgungsbehörden“ der Arbeitsgemeinschaft Geistiges Eigentum und Medien. Aber auch abseits rechtlicher Fragestellungen war die fortschreitende Digitalisierung Thema, wie beispielsweise in einem Vortrag, der sich mit der Internetpräsenz von Kanzleien beschäftigte.

Alles in allem war das Programm des Deutschen Anwaltstages überaus vielfältig wie sich allein aus den unterschiedlichen Fragestellungen und Ansatzpunkte rund um den strafrechtlichen Bereich zeigt. Wer mag kann sich HIER einen allgemeinen Überblick über die Liste der Referenten und einzelnen Vorträge des Anwaltstags 2016 verschaffen.

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Doch auch wenn es viele diskussionswürdige Vorträge gab, an denen man hätte teilnehmen können, so war für Laura und mich doch der Schwerpunkt des Deutschen Anwaltstages die ebenfalls im Hotel Estrel stattfindende Messe AdvoTec, auf der wir mit einem kleinen Stand mit der GARDE-ROBE vertreten waren.

Auf der AdvoTec präsentierten sich verschiedenste Anbieter, die mit ihren Produkten der Welt der Rechtsanwälte den juristischen Alltag und das Leben erleichtern wollten: Zeitschriften und juristische Kommentare für die anwaltliche Recherche, Diktier-Soft- und Hardware, Übersetzungsprogramme, noch mehr  Diktier-Soft- und Hardware, verschiedenste Büroartikel und zu guter Letzt noch etwas Diktier-Soft- und Hardware. Da waren wir mit der GARDE-ROBE mehr oder weniger die bunten Vögel des Deutschen Anwaltstages. Eben ganz die Düsseldorfer Modeschneckchen.

Unsere Präsentationsfläche stand unter dem Motto „klein aber fein“. Nur mit einem Tisch, einem Spiegel, natürlich unseren Roben und einer kleinen Polaroid bewaffnet, wollten wir in wahrer Underdog-Manier den Deutschen Anwaltstag etwas aufmischen. Weniger ist eben in den meisten Fällen mehr. Vor allem wenn man allein mit seinen schönen Stoffen protzen kann.

Reger Verkehr herrschte an unserem Stand, wofür neben unseren hochwertigen Textilprodukten vielleicht auch die gute Lage an der Lounge des Handelsblatts verantwortlich war. So hatten wir immer ein sehr schaulustiges Publikum um uns herum, wenn verschiedene modebewusstere Juristinnen und Juristen sich in ein neues Gewand geworfen haben. Dabei probierten ebenso viele stilbewusste Herren unseren Karl wie Damen unsere Greta und Charlotte an.

Außerdem fanden wir uns aufgrund unserer Lage ein wenig in einer David-gegen-Goliath-Situation, da der Marktführer in Sachen Kanzleibedarf Soldan, der ebenfalls über eine eigene Robenproduktion verfügt, mit seinem Stand einer unserer direkten Nachbarn war. Diese David-gegen-Goliath-Situation zeichnete sich auch wunderbar am „Angebot“ unserer beiden Stände ab : Während wir mit unserer Polaroid kleine Fotos zur Erinnerung machten, die wir unseren Besuchern mitgaben, konnte man sich beim Stand von Soldan vor Green-Screen mit vier verschiedenen zur Auswahl stehenden Hintergründen per hochprofessioneller Fotobox ablichten lassen. Als hätte man sich aufeinander abgestimmt…Nichtsdestotrotz ließen auch wir es uns nicht nehmen, das ein oder andere Foto mit Goliaths Equipment von uns schießen zu lassen. Die Ergebnisse sprechen für sich.

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Trotzdem war das Verhältnis zu allen anderen Ausstellern sehr freundschaftlich und nicht von Konkurrenzdenken geprägt. Da merkt man wieder, dass die Messe-Veteranen alle meist schon seit langer Zeit miteinander vertraut sind.

Eine weiterhin sehr interessante Begegnung stellte für mich das Zusammentreffen mit Dr. Martin Riemer dar. Auch der Brühler Rechtsanwalt, über den ich bereits in meinem Eintrag Robe und Recht zum Bundesland NRW berichtet habe, da er in robenrechtlicher Hinsicht für einiges an Aufsehen gesorgt hat, stattete unserem Stand einen kleinen Besuch ab. Vielleicht muss er weniger Schelte von Seiten der Richterschaft über sich ergehen lassen, wenn er statt seiner Rückwerbung auf eine neue GARDE-ROBE setzt…

Am Freitag-Abend war dann jedoch schon wieder alles vorbei. Während sich viele der anderen Besucher des Deutschen Anwaltstages noch bei der abendlichen Abschlussveranstaltung zusammenfanden, machten Laura und ich uns nach dem Abbau unseres Standes wieder auf den Weg. Denn auch wenn die Arbeit auf der Messe großen Spaß gemacht hat, geht zweitägiges Stehen doch schon ziemlich auf den Rücken…

Dennoch: Der Deutsche Anwaltstag 2016 in Berlin war ein tolles Ereignis, bei dem ich viele interessante Kolleginnen und Kollegen aus der deutschen Juristerei kennenlernen und die eine oder andere Erkenntnis machen durfte. Bestimmt gibt es nächstes Jahr ein Wiedersehen in Essen!

 

Der Deutsche Anwaltstag 2016 in Berlin

Robe und Recht: Nordrhein-Westfalen

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Karnevalskostüme von 1861

Kommen wir endlich nach Nordrhein-Westfalen, gewissermaßen in das Heimatland der Garde-Robe. Außerdem kann man Nordrhein-Westfalen ganz getrost als die Hochburg des Karnevals bezeichnen. Doch nicht nur die nordrheinwestfälischen Jecken verkleiden sich gerne, sondern sogar auch so mancher Rechtsanwalt.

 

Der Brühler Rechtsanwalt Dr. Martin Riemer hatte eine Idee: Vielleicht inspiriert von der Werbemaßnahme eines prominenten Roben-Herstellers, der dazu übergegangen ist, seinen Kunden anzubieten, ihre  Robe mit einer Fachanwaltsbezeichnung  zu versehen, bedruckte er seine eigenen Robe mit seinem Namen und seiner Internetadresse.

Das musste natürlich Schelte geben. Vielleicht hätte Herr Dr. Riemer auch schon aus den Reaktionen – beispielsweise von Dr. Hajo Rauschhofer oder dem durch den NSU-Prozess bekannt gewordenen Wolfgang Stahl – auf die Fachanwaltsrobe drauf schließen können, dass dies nicht die allerbeste Idee gewesen ist. Doch dieses Mal gab es keinen Ärger von einem Richter, sondern von der Kölner Anwaltskammer. Diese sah in der bedruckten Robe eine Form von „unsachlicher Werbung“, womit Herr Dr. Riemer gegen § 43 b der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) verstoße.

Auch der nordrhein-westfälische Anwaltsgerichtshof teilte die Ansicht der Kölner Anwaltskammer. Allerdings stützten diese Ihre Entscheidung nicht auf § 43 b BRAO, sondern auf den altbekannten § 20 BORA. Denn eine Robe mit Werbeaussagen auf der Rückenfläche sei eben nicht „üblich“ im Sinne von § 20 der Berufsordnung für Rechtsanwälte.

Doch Dr. Riemer dürfte mit Rückschlägen hinsichtlich seiner Werbemaßnahmen mittlerweile vertraut sein: Denn schon zuvor versuchte der Brühler Rechtsanwalt, mit bedruckten Tassen auf sich aufmerksam zu machen. Soweit eigentlich nicht allzu schlimm. Allerdings waren die Motive sehr stark im Schockwerbungsstile gehalten und haben auch aufgrund der ähnlichen Fallgestaltung sehr an die bekannten Benetton-Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts erinnert.

Und wie in Sachen Benetton ging es sogar bis vor das Bundesverfassungsgericht, wobei das Gericht in der Causa Tassenwerbung dieses Mal nicht der Meinungsfreiheit den Vorrang gewährte. Denn was für  Textilhersteller gilt, gilt eben nicht unbedingt auch für Rechtsanwälte.

Es wird sich zeigen, ob Dr. Riemer auch in Sachen Roben-Werbung durch alle Instanzen jagt, um zu seinem Recht zu kommen, die Möglichkeit steht ihm zumindest offen, da der Anwaltsgerichtshof auch in diesem Fall die Berufung zum BGH zugelassen hat.

Es lässt sich abschließend zur Causa Riemer sagen, dass dieser allen möglichen Kritikpunkten zum Trotz auf jeden Fall ziemlich einfallsreich zu sein scheint. Ganz im Gegensatz zu den rechtlichen Bestimmungen zur Amtstracht für Staatsdienerinnen und Staatsdiener an den nordrhein-westfälischen Gerichten.

Wer damals meinen Beitrag zum Freistaat Bayern gelesen hat, dem dürften die genaueren Anforderungen an die Amtstracht, welche aus dem Merkblatt über die Amtstracht bei den ordentlichen Gerichten des Justizministeriums von Nordrhein-Westfalen hervorgeht, einigermaßen bekannt vorkommen. Denn zum großen Teil wurden die genaueren Bestimmungen, die im Merkblatt festgehalten sind, einfach aus der Anlage zur Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Justiz abgeschrieben, bzw. von ihrem Sinngehalt her übernommen.

Selbst die Abbildungen aus der bayerischen Bekanntmachung wurden allesamt übernommen. Doch haben die Westfalen diese nicht so schön in den fließenden Text eingebaut wie es die Bayern getan haben, sondern den Abbildungen ein eigenes Merkblatt gewidmet.

Wie es zu diesem Plagiatsfall kam, lässt sich leider nicht herausfinden. Doch wahrscheinlich sahen es die Westfalen damals ähnlich wie Ihre Kollegen aus Niedersachsen und dachten sich: Die Bayern werden das sicherlich gut gemacht haben!

Und rausreden können sich die damaligen nordrhein-westfälischen Justizbeamten auch nur sehr schwerlich, da die Bekanntmachung aus Bayern mit dazugehöriger Anlage aus dem Jahre 1956 stammen und die betreffende Regelung in Nordrhein-Westfalen aus dem Jahre 1963 stammt. Noch kurioser wird das Ganze aber dadurch, dass das Merkblatt im Gegensatz zur dazugehörigen Anordnung niemals geändert wurde. Denn dass die bayerischen Regelungen besonders bürokratisch formuliert sind, lässt sich noch damit begründen, dass diese zuletzt im April 1968 geändert wurden, während die letzte Änderung in Nordrhein-Westfalen im Jahre 2006 erfolgte.

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Allerdings ist auch diese jüngere Änderung ziemlich interessant. Denn in der ursprünglichen Fassung der Verordnung von 1963 bestand für den zuständigen Richter eine explizite Entscheidungskompetenz bezüglich der Frage, ob im Gerichtssaal von den Beteiligten eine Robe zu tragen sei. Solch eine Regelung würde sich bestimmt manch robentreuer Richter gerne wünschen, da nach heute allgemein herrschender Meinung für solche Ordnungsmaßnahmen höchsten § 176 des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) in Betracht kommt.

Ansonsten ergeben sich aus der nordrhein-westfälischen Verordnung über die Amtstracht bei den Gerichten keine großartigen regionalen Eigenheiten. So wird beispielsweise die Farbe der Roben an den einzelnen Gerichtsständen durch die Anordnung zentral geregelt: Am Oberverwaltungsgericht werden karmesinrote und bei den ordentlichen Gerichten und den Arbeitsgerichten hingegen schwarze Roben getragen. Die Farbe der Robe an allen übrigen Gerichten (z.B. dem Sozial- oder Finanzgericht) ist blau.

Etwas mehr Offenheit besteht allerdings für Damen hinsichtlich der Wahl ihrer Accessoires: So muss zur zwingend weißen Bluse nicht unbedingt auch eine weiße Schleife getragen werden, wie dies in anderen Bundesländern der Fall ist. Es sind sogar Damenkrawatte oder andere vergleichbare Kleidungsstücke erlaubt – was auch immer sich dahinter verbergen mag.

Außerdem erwähnenswert ist, dass der Samtbesatz an der Robe nicht nur Richtern und Staatsanwälten vorbehalten bleibt, sondern auch von Vertretern des öffentlichen Interesses getragen werden darf bzw. getragen werden muss. Auch Amtsanwälte tragen in Nordrhein-Westfalen einen Samtbesatz. Allerdings müssen diese sich mit einem 10 cm breiten Besatz zufriedengeben, der sich auf 7 cm Breite verschmälert. Bei Richtern, Staatsanwälten und Vertretern des öffentlichen Interesses verschmälert sich der Besatz von 16 cm Breite wiederum auf 11 cm. Schöner kann man Hierarchien fast nicht optisch kenntlich machen.

Allerdings stellt sich die Frage, ob es noch lange bei diesen strengen Regelungen bleiben wird, welche sich im Merkblatt zur Verordnung befinden. So trat in Niedersachsen im Jahre 2011 eine neue Amtstrachts-Verordnung in Kraft, die u.a. aufgrund der strengen Maßangaben bezüglich des Besatzes ebenfalls sehr stark an die Bestimmungen aus Bayern und Nordrhein-Westfalen erinnerte, woraufhin sich massiver Widerstand seitens der Betroffenen regte.

Dies führte schlussendlich sogar dazu, dass seit Beginn dieses Jahres die gesetzlichen Bestimmungen in Niedersachsen erneut umstrukturiert wurden, worauf ich allerdings genauer in meinem Beitrag zu Niedersachsen eingehen möchte.

Außerdem teilte das bayerische Justizministerium auf Anfrage der GARDE-ROBE mit, dass man derzeit mit einer Prüfung der aktuellen Rechtslage beschäftigt sei, sodass sich auch die rechtliche Lage in Bayern möglicherweise in nicht allzu ferner Zeit verändern könnte.

Zuletzt bliebe darüber hinaus noch die Aussage des amtierenden Pressesprechers des nordrhein-westfälischen Justizministeriums Detlef Feige im Beitrag über die GARDE-ROBE in der „Lokalzeit Düsseldorf“ vom 8. April 2015:

„Wenn sich viele Richterinnen und Staatsanwältinnen wünschen würden, dass der Schnitt verändert würde oder eine andere Änderung der Robe geschehen sollte, würden wir uns Vorschlägen sicher nicht entgegenstellen.“

Also Richterinnen und Staatsanwältinnen von NRW: Erhebt euch!

Es zeigt sich wieder: Über die Robe ist längst noch nicht alles gesagt. Die traditionelle Amtstracht für Juristinnen und Juristen ist ein dynamisches und vor allem auch aktuelles Thema!

Robe und Recht: Nordrhein-Westfalen

Männermode

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Früher schien alles einfacher zu sein: Wie ein Mann auszusehen hatte, war quasi vordefiniert.

Stärke, Härte und Unnachgiebigkeit waren seit jeher die entscheidenden Faktoren und das, wonach ein Mann zu streben hatte. Und da der Mann danach zu streben hatte, musste er dies auch irgendwie nach außen ausdrücken bzw. ausstrahlen.

Das Extrem dieses Männerbildes ist der Höhlenmensch, der seinen Stamm verteidigt, Mammuts jagen geht und am ganzen Körper mit Haaren bedeckt ist. Wahnsinnig vielen Haaren. Die Physiognomie des Neandertalers verkörpert Stärke wie wenig anderes. Man mag sich nur an den ehemaligen Box-Weltmeister Nikolai Sergejewitsch Walujew erinnern.

In der Kleidungswahl des Mannes äußerte es sich dahingehend, dass das einzig wirklich sozial akzeptierte Stück Stoff, welches ein Mann tragen durfte, der klassische Anzug war. Jeans und T-Shirt waren auch gerade noch so okay.

Zwar hat der Körperkult auch für Männer nie wirklich nachgelassen, aber er begann doch sich vor nicht allzu langer Zeit in eine andere Richtung zu entwickeln:

Waren Filigranität und Stilbewusstsein vorher nahezu verpönt oder allenfalls bei exzentrischeren Persönlichkeiten wie einem Lord Byron oder einem Charles Baudelaire als kuriose Eigenheiten akzeptiert, so erfahren diese Eigenschaften heutzutage nicht nur Akzeptanz, sondern können schon fast als neue Ideale betrachtet werden, was die äußerliche Selbstdarstellung des Mannes betrifft.

Früher stand für Männer insbesondere der Faktor der Praktikabilität im Vordergrund. Warum hunderte Euro für einen schönen Wollmantel von Burberry ausgeben, wenn dieser es nicht einmal vermag, seinen Träger vor Nässe zu schützen? Doch beginnen immer mehr Männer zu verstehen, dass sich Praktikabilität und gutes Design nicht von vorneherein gegenseitig ausschließen müssen.

Der Heilige bzw. Pionier dieser Bewegung war und ist wahrscheinlich der englische Profi-Fußballer David Beckham. Nicht nur durch seine Kleidung, sondern auch durch seine Frisuren, Düfte und allgemein sein Auftreten sensibilisierte er die Welt für die Metrosexualität des Mannes und machte diese im Endeffekt salonfähig.

Das Ergebnis dieser Missionierung sind beispielsweise Leder-Leggings für Männer oder tief ausgeschnittene T-Shirts.

Zwar kann man noch lange nicht von einer richtigen Trendwende sprechen, aber dennoch lässt sich erkennen, dass dieser „neue Männertypus“ nicht nur akzeptiert wird, sondern es mittlerweile ganze Heerscharen von Beckham-Nachahmern gibt.

Für uns Männer aus dem juristischen Umfeld, die sich gerne geschmackvoll und elegant kleiden, gibt es nun zum Glück ja auch die passenden Kleidungsstücke der GARDE-ROBE.

Danke dafür!!!

Männermode

Vorweihnachtliches Roben-Shooting

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Es wird viel neues von GARDE-ROBE im nächsten Jahr geben! Aus diesem Grund trafen wir uns letzte Woche mit den beiden Models Mauritius und Dana, um die Aufnahmen für die neuen Betrügerchen und Roben zu machen. Mit dem männlichem Model Mauritius durfte ich im Anschluss sogar noch ein Interview führen
„Wie!?“ – Mag man sich fragen – „Wieso ist ein männliches Model bei der GARDE-ROBE mit dabei?“
Tja, ab dem nächsten Jahr werden sich auch die neuen schönen Herrenroben im Angebot der GARDE-ROBE befinden!


Das Shooting

Es herrschte eine konzentrierte, aber trotzdem lockere Atmosphäre hinter der Kamera. Ich war noch niemals in meinem Leben bei einem Foto-Shooting mit richtigen Models dabei und so war die ganze Sache für mich natürlich nochmal besonders spannend:

Allein die Vorkehrungen, die bezüglich des Lichts getroffen werden müssen, sind äußerst umfangreich und bedürfen einiger Zeit. Genauso Haare und Make-Up für die Models.

Während ich mir Hintergrund alles nur ansah und selbst einige Fotos dabei schoss, zupfte unsere Designerin Ulla immer wieder die Roben und Betrügerchen an den Models zurecht für das eine perfekte Foto.
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Das Interview

Nachdem Mauritius mit seinem Teil des Shootings durch war konnte ich ihm sogar die eine oder andere Frage stellen.

Mauritius, bist du hauptberuflich Model oder verdingst du dich noch anderweitig?

Mauritius: Ich habe auch Jura studiert und mache derzeit mein Referendariat bei einer Anwaltskanzlei in München.

Aber wie bist du dann zum Modeln gekommen? Das ist jetzt ja nicht unbedingt der gewöhnlichste Nebenjob, den man sich aussuchen kann.

Mauritius: Als ich noch Schüler war, habe ich mich bei einer Modelagentur beworben und seitdem vereinzelte Aufträge bekommen. Allerdings habe ich als Schüler und in meinem freiwilligen sozialen Jahr auch viele Sachen für meine Freunde gemacht.

Dann bist du also schon fast ein alter Hase in der Modelbranche. Aber wie genau kam denn der Kontakt mit der GARDE-ROBE zustande?

Mauritius: Das war während des letzten Jahres am Deutschen Anwaltstag (DAT) des Deutschen Anwaltsvereins (DAV). Du musst dazu noch wissen, dass ich früher zusammen mit Lauras Schwester in Passau studiert habe. Und wie ich so an den Ständen am Deutschen Anwaltstag vorbeischlender, fällt mir auf einmal das Gesicht von Lauras Schwester auf. Also bin ich hin zum Stand und war total fasziniert von Lauras und Ullas Idee GARDE-ROBE. Außerdem sagte ich ihnen, dass, wenn sie jemals auch Roben für Herren herstellen würden, ich mich gerne als Model dafür anbieten würde.

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Verrückt, so kommt immer eins zum anderen. Jetzt muss ich dir natürlich noch die obligatorische Frage zu den neuen Herrenroben der GARDE-ROBE stellen. Du bist ja quasi der erste, der die Ehre hatte, diese mal auszuprobieren. Was sagst du zu den Roben und Betrügerchen?

Mauritius: Ich mag vor allem die tollen Designs und den Tragekomfort. Wenn man erstmal hineingeschlüpft ist, will man so schnell nicht wieder raus. Außerdem sind die Stoffe, die ihr verwendet alle sehr schön und von guter Qualität.

Danke für das Lob. Wie sind denn deine juristsche Zukunft aus?

Mauritius: Der Bereich Banking und Finance interessiert mich sehr und ich habe schon einige Erfahrungen in diesen Bereichen sammeln dürfen. Insbesondere das Thema Prozessfinanzierung finde ich äußerst spannend.

Dann wünsche ich dir, dass du in diesem Bereich erfolgreich werden wirst und vielleicht das Modeln nebenbei für die GARDE-ROBE trotzdem nicht aufgibst. Vielen Dank für das Interview.

 

Vorweihnachtliches Roben-Shooting

Mein Besuch bei Wennmann-Mode

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Mein erster Außeneinsatz für die GARDE-ROBE führte mich ins schöne Essen. Dort durfte ich mit dabei sein, wie die Fertigung einer Robe vonstatten geht und konnte außerdem Einblicke in das schöne Handwerk der Schneiderei erlangen

 

Der Betrieb Wennmann Mode

Ein geschäftiges Treiben herrschte in den Räumen des Modeateliers Wennmann im Essener Stadtteil Rüttenscheid, als ich an einem schönen Montagmorgen zu Besuch kam, um mir den Ablauf der Fertigung einer der Roben von GARDE-ROBE mit eigenen Augen zu betrachten.

Fleißig bearbeiteten die Damen des Ateliers verschiedene Kleidungsstücke sowohl mit der Hand als auch mit der Nähmaschine. Handarbeit wird in diesem Betrieb eben noch groß geschrieben. Zwar wurde hier und da vereinzelt zur Seite geschaut, während ich dabei war, die Fotos zu machen, doch ließen sich die Damen von meiner Anwesenheit in keiner Weise aus der Ruhe bringen, geschweige denn von ihrer Arbeit abhalten. Eine Aura der Konzentration erfüllt diese Hallen.

Schon seit 25 Jahren existiert der Betrieb Wennmann-Mode in Essen. Es handelt sich also fast schon um eine Essener Institution. Seit vier Jahren wird der Betrieb Wennmann-Mode mittlerweile von Frau Birigit Knappstein geführt, die den ganzen Betrieb mit ihrer freundlichen und kompetenten Art am Leben erhält.

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Und Qualität und Tradition sprechen sich schnell rum: So gehören zu ihren Kunden bekannte eingesessene deutsche Modeunternehmen wie etwa Steilmann oder Seidensticker, die ihre Mode von Frau Knappstein und ihren Angestellten geschneidert wissen wollen. Aber auch kleinere Boutiquen und Designer – wie etwa Doris Megger oder Barbara Schwarzer – vertrauen auf die Vorzüge der Firma Wennmann und lassen hier ihre Kleidungsstücke anfertigen.
Natürlich werden neben den Aufträgen dieser großen und namhaften Modeunternehmen oder Boutiquen aber auch Privataufträge angenommen. Muss also das Abendkleid noch rechtzeitig umgenäht oder sogar ein gänzlich neues maßgeschneidert angefertigt werden, könnte das Atelier Mode Wennmann die richtige Adresse für diese Belange sein.

Für eine Frau allein hört sich das also nach sehr viel Arbeit an, jedoch wird Frau Knappstein zum Glück von fünf festangestellten und weiteren fünf auf Teilzeit beschäftigten Schneiderinnen. Der Arbeit dieses fleißigen und professionellen Personals ist vor allem die hohe Qualität der GARDE-ROBE geschuldet. Denn jeder einzelne Schritt der Fertigung ist verbunden mit Handarbeit.

Die Fertigung der GARDE-ROBE

Zunächst beginnt alles mit einem – ziemlich großem – Stück schwarzen Stoff: Frau Knappstein bekommt von unserer Designerin Ulla Kraus die Schnittmuster für die jeweils herzustellende Robe zugesandt. Diese werden auf das bereitgelegte Stück Stoff aufgelegt, um diesen für die einzelnen Teile der Robe zurechtzuschneiden. Dies geschieht – je nach Zeitdruck – per Hand mit der Schere oder mit dem Schneidgerät.

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Daraufhin werden die einzelnen Teile dann von einer der Schneiderinnen zusammengenäht. Allerdings geschieht dies nicht wie am Fließband. Denn je nach Robe ist dabei darauf zu achten, ob diese beispielsweise gefüttert ist oder etwa mit einem Samtbesatz versehen ist. Je nach Anforderungen durchläuft also jede einzelne Robe in den Hallen von Wennmann einen individuellen Herstellungsprozess. Es werden keine zwei gleichen Roben nacheinander produziert. Auch hieran zeigt sich wieder: Jede Robe der GARDE-ROBE ist ein echtes Einzelstück.

Dann erfolgt zu guter Letzt der Finish: Jede fertiggestellte Robe wird zuerst noch einzeln von Frau Knappstein überprüft und anschließend von einer ihrer Mitarbeiterinnen zurechtgebügelt. Entsprechen die Roben der gewünschten Qualität werden sie danach versandfertig gemacht und die vollendete Robe wieder an die GARDE-ROBE geschickt, damit sie von uns an unsere Kunden versandt werden können.

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Hinter jeder einzelnen Robe steckt also ein individueller Herstellungsprozess. Nur so kann die hohe Qualität der GARDE-ROBE und ihr typischer feminin-eleganter Look gewährleistet werden.
Doch sei nicht nur die gute Arbeit des Modeateliers Wennmann gelobt, sondern auch die herzliche Art des Betriebes und seiner Organisation. Trotz ihres umfangreichen Tagespensums standen mir alle Mitarbeiterinnen des Ateliers stets zu meinen Fragen zur Verfügung, um mir ihre Arbeit näher zu erläutern.

Es ist schön zu wissen, dass es in einer Zeit der automatisierten Fließbandproduktion immer noch so sympathische und gleichermaßen handwerklich hochwertige Betriebe gibt wie das Modeatelier Wennmann. Der perfekte Partner für die perfekte Robe!

 

Mein Besuch bei Wennmann-Mode