Robe und Recht: Die Hansestadt Bremen

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Nach dem flächenmäßig größten Bundesland möchte ich mich in diesem Beitrag nun mit dem kleinsten Bundesland der Bundesrepublik Deutschland befassen: der Hansestadt Bremen.

Auch in der Hansestadt Bremen hat die Tracht jenseits der juristischen Welt eine längere Tradition: Die sogenannte „Bremer Tracht“ ist sogar ein feststehender Begriff.

 

Die Bremer Tracht des 17. Und 19. Jahrhunderts

Unterscheiden muss man dabei allerdings zwischen der Bremer Tracht des 17. Jahrhunderts und der Bremer Tracht des 19. Jahrhunderts. Erstere war der vornehmliche Kleidungsstil des gutbürgerlichen und gut situierten Teils der weiblichen Bevölkerung Bremens nach damaligem holländischem Vorbild, welcher in der Kleiderverordnung der Stadt aus dem 17. Jahrhundert beschrieben wird, während mit letzterer die maritime Volkstracht der einfachen Bürger Bremens des 19. Jahrhunderts gemeint ist.

Essenziell für die Bremer Damenmode des 17. Jahrhunderts waren vor allem ein schwarzer oder roter Rock mit überliegender weißer Schürze, eine Ärmeljacke aus schwarzem Seiden-Damast und rotbestickte Schlupfschuhe. Niemals vergessen durften die Damen der damaligen Bremer High Society den sogenannten Weiberspeck: Hüftpolster, mit denen die Damen auf diese Art und Weise ihre weiblichen Reize noch besser zur Schau zu stellen konnten, um so dem damaligen Schönheitsideal (Wespentaille) zu entsprechen. Um dem ganzen noch das besondere Etwas zu geben, durfte natürlich auch eine passende Halskrause niemals fehlen.

Die Bremer Tracht des 19. Jahrhunderts hingegen war weniger exquisit und eher von praktischem Nutzen.

So trugen Frauen einen schlichten Wollrock – im Bremer Jargon auch „Wullaken“ genannt –und darüber eine Schürze. Der Oberkörper wurde durch ein kleines Jäckchen mit dazu passendem Seidentuch gewärmt und den Kopf zierte eine weiße Haube.

Männer wiederum kleideten sich in Hosen aus Leder und hielten diese mit einem Hosenträger an Ort und Stelle. Dazu trug mein ein schlichtes Leinen- oder Baumwollhemd, über welches man wiederum eine kurze Jacke mit langen Ärmeln trug. Je nach finanzieller Freiheit wurde diese Jacke dann von silbernen oder stoffüberzogenen Knöpfen zusammengehalten. Wichtigstes Accessoire waren jedoch die Lederschuhe mit silberner Schnalle, ohne die sich im 19 Jahrhundert kein modebewusster Bremer aus dem Haus getraut hätte.

Leider findet sich nicht mehr von der „klassischen“ Bremer Tracht in der Bremer Amtstracht für Staatsdienerinnen und Staatsdiener wieder, wobei auch hier einige Besonderheiten zu beachten sind.

Die Bremer Amtstracht für Staatsdienerinnen und Staatsdiener

Zunächst wäre da die Farbe der Robe. So heißt es in der Allgemeinen Verfügung des Senators für Justiz und Verfassung über die Amtstracht bei den Verwaltungsgerichten vom 15. März 1994 unter Ziffer II:

Die Amtstracht besteht aus einer Robe in dunkelblauer Farbe […]“

Dies gilt allerdings nur für die Verwaltungsgerichtsbarkeit in Bremen. An den übrigen Gerichten ist die Farbe der Robe wie gewohnt schwarz.

Anderes gilt hingegen wieder für die Farbe des Besatzes für bestimmte Richterinnen und Richter: Vor dem Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen muss dieser aus violettem Samt bestehen wie es in der Allgemeinen Verfügung des Senators für Justiz und Verfassung über die Amtstracht bei den Sozialgerichten vom 25. September 1997 festgeschrieben ist.

Die grundlegende Verordnung für die ordentliche Gerichtsbarkeit in der Freien Hansestadt Bremen stellt wiederum die Allgemeine Verfügung des Senators für Justiz und Verfassung betreffend die Amtstracht bei den ordentlichen und den diesen angegliederten Gerichten vom 1. November 1962 dar.

Diese legt zum einen die Pflicht zum Tragen der Amtstracht für Staatsdiener selbst fest und regelt weiterhin etwas genauer die Beschaffenheit der Robe selbst. Anzumerken ist, dass bis zum 16. Februar 1970 auch das schwarze Barett Teil der Amtstracht war.

Ansonsten regelt die Allgemeine Verfügung die „Besatz-Hierarchie“ im Gerichtssaal: Bei Richtern, Staats- und Amtsanwälten hat dieser aus Samt, bei Rechtsanwälten aus Seide und bei Urkundsbeamten aus Wollstoff zu bestehen.

Alle Verfügungen haben jedoch gemein, dass Staatsdienerinnen und Staatsdiener in der Freien Hansestadt unter der Robe ein weißes Hemd bzw. eine weiße Bluse zu tragen haben, wobei mit „weiß“ ausschließlich weiß gemeint ist, wie eine Anfrage der GARDE-ROBE beim Senator für Justiz und Verfassung der Freien Hansestadt Bremen ergeben hat. Selbst kleinere farbliche Details beispielsweise am Kragen sind unzulässig.

Keine Maßgaben werden bezüglich der Länge und Breite des Besatzes gegeben, geschweige denn genauere Angaben bezüglich der Tiefe der Falten am Rücken der Robe wie es beispielsweise im Freistaat Bayern der Fall ist.

Es zeigt sich, dass wenn sich auch leider die Bremer Tracht nicht im juristischen Bereich fortsetzen konnte, dennoch etwas speziellere Regelungen für die Amtstracht gelten als man es zunächst vermutet.

An dieser Stelle möchte ich dem Senator für Justiz und Verfassung der Freien Hansestadt Bremen bzw. dem zuständigen Sachbearbeiter – Herrn Dr. Maierhöfer – dafür danken, dass sie die Anfrage der GARDE-ROBE so ausführlich und umfassend beantwortet haben.

 

 

 

 

Robe und Recht: Die Hansestadt Bremen

Eine Schule für Mardin

Syrische Fluechtlinge in Mardin Syrian refugees in Mardin

Meine liebe Chefin Laura ist nicht nur eine erfolgreiche Anwältin und aufstrebende Unternehmerin, sondern darüber hinaus auch noch in vielen Bereichen sozial engagiert. Neben Deutschkursen für syrische Flüchtlinge ist sie vor allem bei Soroptimist aktiv. Soroptimist ist die weltweit größte Organisation berufstätiger Frauen, die sich vor allem dafür stark macht, die Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt zu verbessern. Heute wird es deshalb weniger um die Robe als um ein wirklich tolles Projekt von Soroptimist gehen.

 

– „There is only one thing in the long run more expensive than education: no education“ –
John F. Kennedy

Die Stadt Mardin in der Türkei liegt nahe der syrischen Grenze und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Mardin. Sie zählt ca. 80.000 Einwohner, unter denen alleine 20.000  Flüchtlinge des syrischen Bürgerkrieges sind. Unter diesen Flüchtlingen befinden sich natürlich auch viele Jungen und Mädchen, die nicht nur von Hunger und Durst geplagt werden, sondern auch von der Angst vor der Zukunft.

– „Ausbildung ist der beste Reiseproviant für die Reise zum hohen Alter“ –
Aristoteles

Um dieser Angst entgegenzuwirken und jungen Flüchtlingen wieder eine Perspektive zu geben, begann die Welthungerhilfe im Oktober 2014 damit, eine Schule in Mardin, in der 400 syrische Schülerinnen und Schüler eingeschrieben sind,  zu unterstützen. Seit Januar 2015 stehen der Welthungerhilfe dabei die engagierten Frauen von Soroptimist International zur Seite, welche die Welthungerhilfe vor allem durch das Sammeln von Spenden unterstützt haben.

Und das mit Erfolg: War das Projekt anfangs nur darauf ausgelegt, die Schule in Mardin bis zu den Sommerferien zu finanzieren, wurde diese Hilfeleistung alsbald verlängert. Innerhalb weniger Monate war bereits die 100.000 €-Marke geknackt! Bei solch positiven Entwicklungen kann und darf man nicht aufhören weiterzumachen.

Syrische Fluechtlinge in Mardin Syrian refugees in Mardin

Ohne einen Ansprechpartner vor Ort gestaltet sich jedoch jede Hilfe als schwierig. Deshalb arbeiten Soroptimist International und die Welthungerhilfe mit der Mardin Syrien Solidarity Plattform (MSSP) zusammen – einem gemeinnützigen Verein, der die erste Anlaufstelle für die Belange syrischer Flüchtlinge in Mardin darstellt.

Zusammen haben es diese drei Organisationen nicht nur geschafft, die Schule in Mardin wieder winterfest zu machen und die Schulanlage zu sanieren bzw. neu auszustatten, sondern haben es vor allem geschafft, viele Schülerinnen und Schüler überhaupt in die Schule zu bringen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes:

Das Problem dabei liegt natürlich nicht in der Lernunwilligkeit der jungen Syrerinnen und Syrer. Überhaupt zur Schule zu kommen, stellt zumeist die größte Schwierigkeit dar. Dies liegt einerseits daran, dass viele Kinder syrischer Flüchtlingsfamilien in der neuen Heimat ihre Familie unterstützen müssen. Sei es dadurch, dass sie sich um ihre jüngeren Geschwister kümmern müssen, während ihre Eltern versuchen Arbeit zu finden oder aufgrund der Tatsache, dass diese jungen Menschen selbst arbeiten gehen müssen, um so zum Familienunterhalt beizutragen.

Außerdem können viele der jungen Flüchtlinge aufgrund der weiten Distanzen gar nicht erst in die Schule gelangen, da ihnen das Geld für den Schulbus fehlt. Deshalb wurde dafür gesorgt, dass genügend Schulbusse für die Schülerinnen und Schüler bereitgestellt werden, um den Kindern so den sicheren Weg in die Schule zu ermöglichen. Dabei war Soroptimist so erfolgreich, dass die Welthungerhilfe die „Sorores“ anfragte, ob sie auch den Schultransport für den Raum Kiziltepe mit unterstützen würden. Natürlich wurde nicht lange überlegt und auch die Verantwortung dafür übernommen. Der Transport der Schulkinder im Raum Kiziltepe stellt dabei neben der Finanzierung eines neuen Sprachlabors in der Schule in Mardin das nächste große Projekt von Soroptimist dar.

Das große Engagement bei Soroptimist rührt vor allem von den vielen kleineren lokalen Clubs der Organisation her. So wurden und werden Spendenläufe und andere Events dieser veranstaltet, Kontakte geknüpft und Aufklärungsarbeit hinsichtlich der Situation junger Syrerinnen und Syrer betrieben. Ex minimo maximum ist hier das Stichwort.

Bis heute wurden auf diese Art und Weise Spenden in Höhe von 164.103 € für das Projekt gesammelt (Stand: 23.02.2016) und so vielen jungen Menschen ein Weg in die Zukunft bereitet.

Um noch mehr jungen Flüchtlingen die Chance auf Bildung zu gewähren, wird jedoch weiterhin Hilfe benötigt. Die Soroptimistinnen können jede noch so kleine Spende gebrauchen.

Falls einige von meinen Leserinnen und Lesern die Sorores und die Welthungerhilfe dabei unterstützen wollen, können Sie dies mit einer Spende an folgendes Konto tun:

Soroptimist Hilfsfonds e.V.
IBAN: DE83670700100040900300
BIC: DEUTDESMXXX
Stichwort: „Flüchtlingshilfe“

Da auch die GARDE-ROBE die großartige Arbeit der Welthungerhilfe und von Soroptimist International weitergehend unterstützen möchte, ist es nun am Ende jeder Bestellung im Online-Shop der GARDE-ROBE möglich, einen Beitrag von 5,00 € für das Projekt in Mardin zu spenden.

 

 

Eine Schule für Mardin

Robe und Recht: Der Freistaat Bayern

BayernWappen

In keinem anderen Bundesland wird die Tracht noch so zelebriert wie es in Bayern der Fall ist. Pünktlich zum Oktoberfest laufen alle Schneidereien heiß, um die Trachtbesessenen mit genügend Dirndls und Lederhosen zu versorgen. Doch wie steht es um eine andere Tracht in Bayern? Im folgenden Beitrag möchte ich mich mit der Amtstracht bayerischer Staatsdienerinnen und Staatsdiener etwas näher beschäftigen.

 

In robentechnischer Hinsicht hat zuletzt der Rechtsanwalt Norman Synec für besonderes Aufsehen im Freistaat Bayern gesorgt:

Da er in einer Verhandlung vor dem Amtsgericht Augsburg nicht in Robe erschienen war, wurde die Verhandlung vom zuständigen Richter kurzerhand vertagt. Der betroffene Anwalt ließ sich dies nicht gefallen und erhob deshalb vor dem Landgericht Augsburg Klage auf Schadensersatz für seine Reisekosten und den Verdienstausfall im Wege der Amtshaftung gegen den Freistaat Bayern.
Das Landgericht Augsburg folgte seiner Auffassung jedoch nicht und entschied, dass Rechtsanwälte sowohl vor dem Amts- als auch vor dem Landgericht aus Gewohnheitsrecht eine schwarze Robe zu tragen haben, um als Organ der Rechtspflege erkennbar zu sein. Norman Synec  legte gegen diese Entscheidung des Landgerichts Augsburg sodann Berufung ein, sodass das Oberlandesgericht München sich mit dieser Sache zu befassen hatte.

Dieses stellte klar: Vor den Amtsgerichten besteht keine (gewohnheitsrechtliche) Verpflichtung zum Tragen einer Robe. Dies werde schon aus § 20 der Berufsordnung für Rechtsanwälte (BORA) deutlich, welcher lautet:

„Der Rechtsanwalt trägt vor Gericht als Berufstracht die Robe, soweit das üblich ist. Eine Berufspflicht zum Erscheinen in Robe besteht beim Amtsgericht in Zivilsachen nicht.“

Aufgrund der Tatsache, dass schon die Berufsordnung keine Pflicht zum Tragen einer Robe vor den Amtsgerichten für Rechtsanwälte vorsieht, könne nach Ansicht  des Oberlandesgerichtes auch keine gewohnheitsrechtliche Verpflichtung in dieser Hinsicht bestehen. Die Entscheidung des damals zuständigen Richters am Amtsgerichts Augsburg sei demnach rechtswidrig gewesen. Selbst wenn der Amtsrichter eine Verletzung von Gewohnheitsrecht hätte annehmen dürfen, wäre seine Reaktion unverhältnismäßig gewesen, da er die Sitzung innerhalb von zwei Minuten abgebrochen habe. Außerdem hätte eine solche Maßnahme dazu führen können, dass Synec vor seinem Mandanten kompromittiert worden wäre.

Ob sich aus dieser Pflichtverletzung allerdings auch ein Schadensersatzanspruch ableiten ließ, wollte das OLG München zunächst nicht genau klären, musste dies allerdings auch nicht mehr, da Herr Synec sich mit der Feststellung zufrieden gab, dass vor dem Amtsgericht zumindest für Rechtsanwälte keine Robenpflicht bestehe und seine Klage auf Schadensersatz zurückzog. Dazu führte er aus, dass es ihm eher ums Prinzip als ums Geld gehe und die Entscheidung des OLG München ohnehin eine Ohrfeige für die Augsburger Justiz sei.

Allerdings betrifft die Regelung des § 20 BORA sowie die Entscheidung des OLG München lediglich Rechtsanwälte. Für Staatsdiener hingegen gelten von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Regelungen, die von den jeweiligen Justizministerien erlassen worden sind.

Ausgangspunkt für diese Regelung in Bayern ist die Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz über die Amtstracht der Rechtspflegeorgane in Bayern vom 16. Oktober 1956 (Az.: 3152 – VI – 14136/56) und die dazugehörige Anlage.

Während die Bekanntmachung selbst nur relativ grundlegende bzw. allgemeine Maßgaben über die Beschaffenheit der Amtstracht gibt, finden sich dazu in der dazugehörigen Anlage sehr konkrete Ausführungen, die ferner sogar durch einzelne detaillierte Abbildungen beschrieben werden.

Doch zunächst zur Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz selbst: Hierin wird festgelegt, dass die Amtstracht für Richter, Staats- und Amtsanwälte, der Urkundsbeamten sowie der Rechtsanwälte – wenig überraschend – aus schwarzen Robe zu bestehen habe, welche wiederum aus feinem Kammgarnstoff, Kaschmir und Lasting zu anzufertigen ist.
Weiterhin wird ausgeführt, dass der Stoff des Besatzes je nach Amtsträger variiert: Richter, Staatsanwälte und Amtsanwälte tragen samtenen Besatz, Rechtsanwälte hingegen tragen einen Besatz aus Seide, während sich Urkundsbeamte wiederum mit Wolle zufrieden geben müssen.

Zusätzlich zur Robe ist unter dieser ein weißer Kragen mit darunterliegender weißer Halsbinde zu tragen, wobei Frauen laut der Anlage zur Bekanntmachung eine andere weiße Bekleidung (z.B. eine Bluse oder einen Schal) unter der Robe tragen dürfen.

Sehr ausführlich konkretisiert werden aber vor allem die Bestimmungen bezüglich des Besatzes und der Falten in der Anlage zur Bekanntmachung.

So hat beispielsweise der Besatz um den Hals 16 cm breit zu sein, der sich dann vorne auf bis zu 11 cm verschmälert. Bei Amtsanwälten gilt eine Breite von 10 cm am Hals, der sich dann vorne auf bis zu 8 cm verschmälert.

Bezüglich der Tiefe der Falten am Rücken der Robe gelten wieder einheitliche Regelungen: Das Rückenteil der Robe erhält in der Mitte eine Quetschfalte, bei der beiderseitig die Falte 2 cm tief liegt. Auf jeder Rückenhälfte nun wiederum sind zwei weitere zwei sogenannte tiefliegende Falten abzunähen, die je 1,5 cm Abstand zur mittleren Falte und eine Tiefe von 1,5 bis 2 cm aufzuweisen haben. Diese Falten sind unter dem Besatz zuzusteppen, um dem Rückenteil der Robe ihren weiten Fall zu geben.

Außerdem werden noch ziemliche ausführliche Regelungen zur Beschaffenheit der Ärmel getroffen: Bei einem Brustumfang von 96 cm haben die Ärmel an der unteren Kante eine Durchschnittsbreite von 76 bis 80 cm. Der Besatz der Ärmel besteht aus einem je 8 cm breiten Streifen aus dem gleichen Material wie für die Kanten. Der rechte Ärmel kann weiterhin über einen Knopf und ein Knopfloch verfügen, um so den Ärmel zur Erleichterung des Schreibens um das Handgelenk zu schließen.

Zudem gehörte bis zum 16. Februar 1970 ein Barett zum Teil der Amtstracht.

Insbesondere die Anlage zur Bekanntmachung wirkt eher wie eine Bedienungsanleitung zur Fertigung einer Robe für Schneiderinnen als eine gesetzliche Regelung für Staatsdiener.

Allerdings ist zu ergänzen, dass das Bayerische Staatsministerium für Justiz auf eine Anfrage der GARDE-ROBE Ende 2014 verlautbaren ließ, dass derzeit eine Neufassung der Amtstrachtsbekanntmachung von 1956 geprüft werde.

Es bleibt also abzuwarten, inwieweit es beim derzeitigen „Regelwerk“ bleibt. Dies insbesondere dann, wenn man bedenkt, dass sich prominente bayerische Juristinnen gerne modebewusst und bisweilen etwas unkonventionell einzukleiden belieben.

 

Robe und Recht: Der Freistaat Bayern

Robe und Recht: Gesetzliche Anforderungen an die Amtstracht

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Es wäre verwunderlich, wenn es in der Bundesrepublik Deutschland, die ja allgemein dafür bekannt ist, jedweden Sachverhalt in irgendeiner Form gesetzlich zu reglementieren, keine gesetzlichen Anforderungen an die Robe als Berufsbekleidung geben würde.
In diesem Beitrag möchte ich den Lesern einen Überblick über den Rechtsrahmen für Roben in der Bundesrepublik Deutschland verschaffen.
Da der Spaß in einem föderalistisch organisierten Land dabei jedoch nicht aufhört, werden demnächst  einzelne Beiträge zu den spezifischen landesrechtlichen Vorgaben folgen.

 

Der Mensch, an den wohl die meisten denken werden, wenn es um die Einführung der Robe als Kleidungsstück für Juristen geht, ist der sogenannte Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. von Preußen.

Denn in einer Kabinettsorder vom 15. Dezember 1726 verfügte der Vater des „Alten Fritz“, dass „Advocati wollene schwarze Mäntel [zu tragen haben], welche bis unter das Knie gehen“. Dies sollte nach Ansicht des ironischen Soldatenkönigs dazu dienen, „diese Spitzbuben schon von weitem [zu] erkennen“.

Natürlich dient diese Rechtsverordnung heutzutage nicht mehr als Grundlage zur Robenpflicht an deutschen Gerichten. Lange Zeit jedoch wurde die Robenpflicht für Rechtsanwälte an deutschen Gerichten durch Gewohnheitsrecht begründet oder war vereinzelt wie z.B. durch § 89 PrAGGAG vom 24.04.1878 reglementiert, bis sich eine konkrete Regelung letztlich in § 20 der Berufsordnung für Rechtsanwälte (BORA) niederschlug, welcher Rechtsanwälten das Tragen einer Robe vor Gericht – mit Ausnahme der Amtsgerichte – vorschreibt.

Für Richter und Staatsanwälte ergibt sich die Robenpflicht wiederum aus der jeweiligen landesrechtlichen Verwaltungsvorschrift, die sie dienstrechtlich einzuhalten verpflichtet sind. In Bayern ist dies beispielsweise die Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz zur Amtstracht der Rechtspflegeorgane in Bayern oder Nordrhein-Westfalen die Anordnung über die Amstracht bei den Gerichten.

Obschon eine Pflicht zum Tragen der Robe vor deutschen Gerichten allgemein besteht, bleibt insbesondere für Rechtsanwälte fraglich, wie die Roben an sich überhaupt beschaffen sein müssen.

Zunächst ist festzuhalten, dass die Gerichtsverfassung als Gegenstand konkurrierender Gesetzgebung (Art. 74 Absatz 1 Nr. 1 Grundgesetz), von den Ländern bestimmt wird, soweit der Bund nicht wiederum von seiner Gesetzgebungskompetenz Gebrauch macht (Art. 72 Absatz 1 Grundgesetz).

Der Bund hat in diesem Fall seine Gesetzgebungskompetenz genutzt und die Ausgestaltung zur Robenpflicht nach § 59b Absatz 2 Nr. 6c Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) der Satzungsversammlung der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) übertragen.

Der von der BRAK hierzu erlassene § 20 BORA lautet nun:

„Der Rechtsanwalt trägt vor Gericht als Berufstracht die Robe, soweit das üblich ist. Eine Berufspflicht zum Erscheinen in Robe besteht beim Amtsgericht in Zivilsachen nicht.“

Eine Robe ist also eine Robe „soweit das üblich ist“. Üblich ist zunächst einmal, dass die Robe über der Kleidung getragen wird und diese verdeckt, dass sie schwarz ist und üblich ist weiterhin fast überall (zur Besonderheit in Baden-Württemberg dann bald mehr), dass die Rechtsanwaltsrobe mit einem schwarzen Seidenbesatz versehen ist. Nicht vorgeschrieben ist damit zum Glück für Rechtsanwaltsroben die genaue Form, der Nahtverlauf oder die exakte Besatzbreite, so dass auch ein etwas modischerer Schnitt vollkommen zulässig ist.

Natürlich gab es auch Fälle, in denen Rechtsanwälte gegen diese Robenpflicht vorgegangen sind. Den wahrscheinlich prominentesten Fall bildet dabei die Verfassungsbeschwerde eines Rechtsanwalts aus dem Jahr 1970, der vor einem Landgericht als Prozessbevollmächtigter zurückgewiesen wurde, weil er sich grundsätzlich weigerte in Amtstracht vor Gericht zu erscheinen [BVerfG, 18.02.1970 – 1 BvR 226/69]. Der Anwalt sah sich daraufhin in seiner Berufsfreiheit verletzt und zog vor das Bundesverfassungsgericht.

Das Bundesverfassungsgericht teilte seinen Standpunkt jedoch nicht. So führte es u.a. in seiner Begründung aus:

„Es besteht ein erhebliches Interesse der Allgemeinheit daran, dass Gerichtsverhandlungen in guter Ordnung und angemessener Form durchgeführt werden können. Diesem Zweck dient es, wenn auch die an der Verhandlung beteiligten Rechtsanwälte eine Amtstracht tragen. Sie werden dadurch aus dem Kreis der übrigen Teilnehmer an der Verhandlung herausgehoben; ihre Stellung als unabhängiges Organ der Rechtspflege wird sichtbar gemacht (§ 1 BRAO). Darin liegt auch ein zumindest mittelbarer Nutzen für die Rechts- und Wahrheitsfindung im Prozess; denn die Übersichtlichkeit der Situation im Verhandlungsraum wird gefördert und zugleich ein Beitrag zur Schaffung jener Atmosphäre der Ausgeglichenheit und Objektivität geleistet, in der allein Rechtsprechung sich in angemessener Form darstellen kann. Wenn man berücksichtigt, dass es sich hier nur um eine geringfügige Beeinträchtigung der freien Berufsausübung handelt, der als Belastung kaum mehr als Bagatellcharakter zukommt, folgt hieraus auch, dass der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit nicht verletzt ist.“

Eine ähnliche Entscheidung aus jüngerer Zeit betraf hingegen die Krawatte eines Rechtsanwalts, bzw. die nicht getragene Krawatte dieses Prozessvertreter [BVerfG, 13.03.2012 – 1 BvR 210/12].

So wurde dieser in der Hauptverhandlung eines Strafprozesses zwei Mal durch den vorsitzenden Richter aufgefordert, die Krawatte zur ansonsten eingehaltenen Amtstracht zu ergänzen.

Nach wiederum zweifacher Weigerung dies zu tun, wurde der Krawattenboykotteuer vom vorsitzenden Richter als Verteidiger zurückgewiesen. Es kam wie es kommen musste und die ganze Sache landete letztendlich wieder auf dem Tisch der Richter des Bundesverfas-sungsgerichts. Diese sahen die Sache ähnlich wie  ihre Kollegen 1970 und wiesen die Be-schwerde zurück.

Mit einem ähnlichen Fall aus jüngerer Zeit musste sich hingegen das Oberlandesgericht München befassen: Vor dem Amtsgericht Augsburg wurde ein Prozess vom zuständigen Richter deshalb vertagt, da der betreffende Rechtsanwalt keine Robe trug. Dieser rügte die Maßnahme des Amtsrichters sodann vor dem Landgericht Augsburg und begehrte Schadensersatz für die angefallenen Reisekosten und die Verdienstausfall. Das LG Augsburg sah die Vertagung allerdings unter Beachtung von Gewohnheitsrecht als rechtmäßig an. Es folgte die Berufung vor dem Oberlandesgericht München, welches unter Hinweis auf den genauen Wortlaut von § 20 BORA klarstellte, dass vor den Amtsgerichten keine – auch keine gewohnheitsrechtliche – Robenpflicht bestehe.

Im nächsten Beitrag werde ich die Rechtslage im schönen Bayern etwas genauer unter die Lupe nehmen.

 

 

 

 

Robe und Recht: Gesetzliche Anforderungen an die Amtstracht

Männermode

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Früher schien alles einfacher zu sein: Wie ein Mann auszusehen hatte, war quasi vordefiniert.

Stärke, Härte und Unnachgiebigkeit waren seit jeher die entscheidenden Faktoren und das, wonach ein Mann zu streben hatte. Und da der Mann danach zu streben hatte, musste er dies auch irgendwie nach außen ausdrücken bzw. ausstrahlen.

Das Extrem dieses Männerbildes ist der Höhlenmensch, der seinen Stamm verteidigt, Mammuts jagen geht und am ganzen Körper mit Haaren bedeckt ist. Wahnsinnig vielen Haaren. Die Physiognomie des Neandertalers verkörpert Stärke wie wenig anderes. Man mag sich nur an den ehemaligen Box-Weltmeister Nikolai Sergejewitsch Walujew erinnern.

In der Kleidungswahl des Mannes äußerte es sich dahingehend, dass das einzig wirklich sozial akzeptierte Stück Stoff, welches ein Mann tragen durfte, der klassische Anzug war. Jeans und T-Shirt waren auch gerade noch so okay.

Zwar hat der Körperkult auch für Männer nie wirklich nachgelassen, aber er begann doch sich vor nicht allzu langer Zeit in eine andere Richtung zu entwickeln:

Waren Filigranität und Stilbewusstsein vorher nahezu verpönt oder allenfalls bei exzentrischeren Persönlichkeiten wie einem Lord Byron oder einem Charles Baudelaire als kuriose Eigenheiten akzeptiert, so erfahren diese Eigenschaften heutzutage nicht nur Akzeptanz, sondern können schon fast als neue Ideale betrachtet werden, was die äußerliche Selbstdarstellung des Mannes betrifft.

Früher stand für Männer insbesondere der Faktor der Praktikabilität im Vordergrund. Warum hunderte Euro für einen schönen Wollmantel von Burberry ausgeben, wenn dieser es nicht einmal vermag, seinen Träger vor Nässe zu schützen? Doch beginnen immer mehr Männer zu verstehen, dass sich Praktikabilität und gutes Design nicht von vorneherein gegenseitig ausschließen müssen.

Der Heilige bzw. Pionier dieser Bewegung war und ist wahrscheinlich der englische Profi-Fußballer David Beckham. Nicht nur durch seine Kleidung, sondern auch durch seine Frisuren, Düfte und allgemein sein Auftreten sensibilisierte er die Welt für die Metrosexualität des Mannes und machte diese im Endeffekt salonfähig.

Das Ergebnis dieser Missionierung sind beispielsweise Leder-Leggings für Männer oder tief ausgeschnittene T-Shirts.

Zwar kann man noch lange nicht von einer richtigen Trendwende sprechen, aber dennoch lässt sich erkennen, dass dieser „neue Männertypus“ nicht nur akzeptiert wird, sondern es mittlerweile ganze Heerscharen von Beckham-Nachahmern gibt.

Für uns Männer aus dem juristischen Umfeld, die sich gerne geschmackvoll und elegant kleiden, gibt es nun zum Glück ja auch die passenden Kleidungsstücke der GARDE-ROBE.

Danke dafür!!!

Männermode

Vorweihnachtliches Roben-Shooting

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Es wird viel neues von GARDE-ROBE im nächsten Jahr geben! Aus diesem Grund trafen wir uns letzte Woche mit den beiden Models Mauritius und Dana, um die Aufnahmen für die neuen Betrügerchen und Roben zu machen. Mit dem männlichem Model Mauritius durfte ich im Anschluss sogar noch ein Interview führen
„Wie!?“ – Mag man sich fragen – „Wieso ist ein männliches Model bei der GARDE-ROBE mit dabei?“
Tja, ab dem nächsten Jahr werden sich auch die neuen schönen Herrenroben im Angebot der GARDE-ROBE befinden!


Das Shooting

Es herrschte eine konzentrierte, aber trotzdem lockere Atmosphäre hinter der Kamera. Ich war noch niemals in meinem Leben bei einem Foto-Shooting mit richtigen Models dabei und so war die ganze Sache für mich natürlich nochmal besonders spannend:

Allein die Vorkehrungen, die bezüglich des Lichts getroffen werden müssen, sind äußerst umfangreich und bedürfen einiger Zeit. Genauso Haare und Make-Up für die Models.

Während ich mir Hintergrund alles nur ansah und selbst einige Fotos dabei schoss, zupfte unsere Designerin Ulla immer wieder die Roben und Betrügerchen an den Models zurecht für das eine perfekte Foto.
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Das Interview

Nachdem Mauritius mit seinem Teil des Shootings durch war konnte ich ihm sogar die eine oder andere Frage stellen.

Mauritius, bist du hauptberuflich Model oder verdingst du dich noch anderweitig?

Mauritius: Ich habe auch Jura studiert und mache derzeit mein Referendariat bei einer Anwaltskanzlei in München.

Aber wie bist du dann zum Modeln gekommen? Das ist jetzt ja nicht unbedingt der gewöhnlichste Nebenjob, den man sich aussuchen kann.

Mauritius: Als ich noch Schüler war, habe ich mich bei einer Modelagentur beworben und seitdem vereinzelte Aufträge bekommen. Allerdings habe ich als Schüler und in meinem freiwilligen sozialen Jahr auch viele Sachen für meine Freunde gemacht.

Dann bist du also schon fast ein alter Hase in der Modelbranche. Aber wie genau kam denn der Kontakt mit der GARDE-ROBE zustande?

Mauritius: Das war während des letzten Jahres am Deutschen Anwaltstag (DAT) des Deutschen Anwaltsvereins (DAV). Du musst dazu noch wissen, dass ich früher zusammen mit Lauras Schwester in Passau studiert habe. Und wie ich so an den Ständen am Deutschen Anwaltstag vorbeischlender, fällt mir auf einmal das Gesicht von Lauras Schwester auf. Also bin ich hin zum Stand und war total fasziniert von Lauras und Ullas Idee GARDE-ROBE. Außerdem sagte ich ihnen, dass, wenn sie jemals auch Roben für Herren herstellen würden, ich mich gerne als Model dafür anbieten würde.

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Verrückt, so kommt immer eins zum anderen. Jetzt muss ich dir natürlich noch die obligatorische Frage zu den neuen Herrenroben der GARDE-ROBE stellen. Du bist ja quasi der erste, der die Ehre hatte, diese mal auszuprobieren. Was sagst du zu den Roben und Betrügerchen?

Mauritius: Ich mag vor allem die tollen Designs und den Tragekomfort. Wenn man erstmal hineingeschlüpft ist, will man so schnell nicht wieder raus. Außerdem sind die Stoffe, die ihr verwendet alle sehr schön und von guter Qualität.

Danke für das Lob. Wie sind denn deine juristsche Zukunft aus?

Mauritius: Der Bereich Banking und Finance interessiert mich sehr und ich habe schon einige Erfahrungen in diesen Bereichen sammeln dürfen. Insbesondere das Thema Prozessfinanzierung finde ich äußerst spannend.

Dann wünsche ich dir, dass du in diesem Bereich erfolgreich werden wirst und vielleicht das Modeln nebenbei für die GARDE-ROBE trotzdem nicht aufgibst. Vielen Dank für das Interview.

 

Vorweihnachtliches Roben-Shooting

Mein Besuch bei Wennmann-Mode

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Mein erster Außeneinsatz für die GARDE-ROBE führte mich ins schöne Essen. Dort durfte ich mit dabei sein, wie die Fertigung einer Robe vonstatten geht und konnte außerdem Einblicke in das schöne Handwerk der Schneiderei erlangen

 

Der Betrieb Wennmann Mode

Ein geschäftiges Treiben herrschte in den Räumen des Modeateliers Wennmann im Essener Stadtteil Rüttenscheid, als ich an einem schönen Montagmorgen zu Besuch kam, um mir den Ablauf der Fertigung einer der Roben von GARDE-ROBE mit eigenen Augen zu betrachten.

Fleißig bearbeiteten die Damen des Ateliers verschiedene Kleidungsstücke sowohl mit der Hand als auch mit der Nähmaschine. Handarbeit wird in diesem Betrieb eben noch groß geschrieben. Zwar wurde hier und da vereinzelt zur Seite geschaut, während ich dabei war, die Fotos zu machen, doch ließen sich die Damen von meiner Anwesenheit in keiner Weise aus der Ruhe bringen, geschweige denn von ihrer Arbeit abhalten. Eine Aura der Konzentration erfüllt diese Hallen.

Schon seit 25 Jahren existiert der Betrieb Wennmann-Mode in Essen. Es handelt sich also fast schon um eine Essener Institution. Seit vier Jahren wird der Betrieb Wennmann-Mode mittlerweile von Frau Birigit Knappstein geführt, die den ganzen Betrieb mit ihrer freundlichen und kompetenten Art am Leben erhält.

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Und Qualität und Tradition sprechen sich schnell rum: So gehören zu ihren Kunden bekannte eingesessene deutsche Modeunternehmen wie etwa Steilmann oder Seidensticker, die ihre Mode von Frau Knappstein und ihren Angestellten geschneidert wissen wollen. Aber auch kleinere Boutiquen und Designer – wie etwa Doris Megger oder Barbara Schwarzer – vertrauen auf die Vorzüge der Firma Wennmann und lassen hier ihre Kleidungsstücke anfertigen.
Natürlich werden neben den Aufträgen dieser großen und namhaften Modeunternehmen oder Boutiquen aber auch Privataufträge angenommen. Muss also das Abendkleid noch rechtzeitig umgenäht oder sogar ein gänzlich neues maßgeschneidert angefertigt werden, könnte das Atelier Mode Wennmann die richtige Adresse für diese Belange sein.

Für eine Frau allein hört sich das also nach sehr viel Arbeit an, jedoch wird Frau Knappstein zum Glück von fünf festangestellten und weiteren fünf auf Teilzeit beschäftigten Schneiderinnen. Der Arbeit dieses fleißigen und professionellen Personals ist vor allem die hohe Qualität der GARDE-ROBE geschuldet. Denn jeder einzelne Schritt der Fertigung ist verbunden mit Handarbeit.

Die Fertigung der GARDE-ROBE

Zunächst beginnt alles mit einem – ziemlich großem – Stück schwarzen Stoff: Frau Knappstein bekommt von unserer Designerin Ulla Kraus die Schnittmuster für die jeweils herzustellende Robe zugesandt. Diese werden auf das bereitgelegte Stück Stoff aufgelegt, um diesen für die einzelnen Teile der Robe zurechtzuschneiden. Dies geschieht – je nach Zeitdruck – per Hand mit der Schere oder mit dem Schneidgerät.

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Daraufhin werden die einzelnen Teile dann von einer der Schneiderinnen zusammengenäht. Allerdings geschieht dies nicht wie am Fließband. Denn je nach Robe ist dabei darauf zu achten, ob diese beispielsweise gefüttert ist oder etwa mit einem Samtbesatz versehen ist. Je nach Anforderungen durchläuft also jede einzelne Robe in den Hallen von Wennmann einen individuellen Herstellungsprozess. Es werden keine zwei gleichen Roben nacheinander produziert. Auch hieran zeigt sich wieder: Jede Robe der GARDE-ROBE ist ein echtes Einzelstück.

Dann erfolgt zu guter Letzt der Finish: Jede fertiggestellte Robe wird zuerst noch einzeln von Frau Knappstein überprüft und anschließend von einer ihrer Mitarbeiterinnen zurechtgebügelt. Entsprechen die Roben der gewünschten Qualität werden sie danach versandfertig gemacht und die vollendete Robe wieder an die GARDE-ROBE geschickt, damit sie von uns an unsere Kunden versandt werden können.

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Hinter jeder einzelnen Robe steckt also ein individueller Herstellungsprozess. Nur so kann die hohe Qualität der GARDE-ROBE und ihr typischer feminin-eleganter Look gewährleistet werden.
Doch sei nicht nur die gute Arbeit des Modeateliers Wennmann gelobt, sondern auch die herzliche Art des Betriebes und seiner Organisation. Trotz ihres umfangreichen Tagespensums standen mir alle Mitarbeiterinnen des Ateliers stets zu meinen Fragen zur Verfügung, um mir ihre Arbeit näher zu erläutern.

Es ist schön zu wissen, dass es in einer Zeit der automatisierten Fließbandproduktion immer noch so sympathische und gleichermaßen handwerklich hochwertige Betriebe gibt wie das Modeatelier Wennmann. Der perfekte Partner für die perfekte Robe!

 

Mein Besuch bei Wennmann-Mode